Telephonbrücken nach Nippoldt
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Die Telephonbrücke nach Nippoldt Nr. 450
dient zur Bestimmung der Übergangs-Widerstände von stromlosen
Erdleitungen.
Mit einem dosenförmigen Telephon ist eine in runder Form
angeordnete Meßbrücke verbunden, deren Meßdraht durch
das Gehäuse geschützt wird. Der Schleifkontakt ist an der
drehbaren Scheibe befestigt, an welcher die eingeschalteten
Widerstände direkt in Ohm abgelesen werden können. Zur
Ermittelung des Übergangswiderstandes einer Erdleitung sind je
nach der angewandten Methode (nach Nippoldt oder Wiechert) drei oder
zwei Messungen bezw. Ablesungen an der Teilscheibe erforderlich, aus
denen sich durch sehr einfache Rechnung der gesuchte Wert ergibt. Zwei
Vergleichswiderstände und die nötigen Umschalter liegen
ebenfalls im Gehäuse, in das ein grünes Doppelkabel zum
Anschluß der Stromquelle, ein schwarzgrünes mit starken
Endklemmen zum Anschluß des zu messendenWiderstandes, sowie ein
braunes Kabel für den Erdkontakt (Wiechert'sche Methode)
eingeführt ist. Meßbereich von 0,01 bis 100 bezw. 0,1 bis
1000 Ohm.
Zur Prüfung von Blitzableitern, wie zur
Widerstandsmessung von Elektrolyten überhaupt, werden die
Extraströme benutzt, welche ein kleiner Unterbrecher mit
großer Unterbrechungszahl (hohem Ton) liefert, der durch 1 oder 2
Elemente gespeist wird.
Um die vorstehende Meßbrücke auch zur Bestimmung von festen
Widerständen mit Gleichstrom in den angegebenen Grenzen verwenden
zu können,
sind am Rande der Dose Klemmen g und g1 zur Anlegung eines
Galvanometers angebracht, in welchem Falle der Hebel h behufs
Ausschaltung des Telephons
zurückzuschlagen, der Hebel mit gelbem Knopf auf I, der Hebel mit
weissem Knopf auf 1 oder 10 Ohm (je nach der Größe des zu
messenden Widerstandes) zu stellen ist.
In Verbindung mit der Telephonbrücke Nr. 450
können mit Hilfe eines Aperiodischen
Drehspul-Galvanomters Nr. 451 auch Widerstände von festen
Körpern, insbesondere auch von nicht induktionsfreien - also z. B.
aufgewundenen Drähten - bestimmt werden. Die Enden der beiden
grünen Schnüre der Telephonbrücke Nr. 450 sind hierbei
entweder an die mit B bezeichneten Klemmen des Apparates Nr. 452, oder,
falls dieser nicht vorhanden, an die Klemmen einer einfachen
Meßbatterie, z. B. eines oder einiger hintereinander-geschalteter
Leclanche- oder auch Trockenelemente, zu legen. Der gelbe Schalthebel
der Telephonbrücke steht hierbei auf I, der weisse auf 1 oder 10
Ohm, und die braune Schnur bleibt unbenutzt.
Der vollständiger
Blitzableiter-Untersuchungs-Apparat Nr. 452 besteht aus der
Nippoldt'schen Telephonbrücke Nr. 450 und einem Extrastrom-Apparat
mit Trockenelement, Umschalter für Telephon und Galvanometer,
montiert in einem Nußbaum
kasten mit Schubfach zur Aufnahme von Klemmen, Galvanometer Nr. 451
etc.
Beim Schließen des Kastendeckels wird der Stromkreis automatisch
geöffnet. Gewicht
ca. 5,0 kg
[42].
Auszug H&B Katalog 1912
(184k)
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